„Wir müssen 24/7 bieten. Das ist die Zukunft.”

Einblick in die SLS: im Gespräch mit der Geschäftsführung

Seit 2010 als eigenständiges Unternehmen an Markt, befindet sich die Siempelkamp Logistics & Service GmbH in einer umfassenden Ausbauphase. Die beiden Geschäftsführer Thomas Dahmen und Stefan Wissing im Gespräch über die aktuelle Entwicklung des Servicespezialisten und die kontinuierliche Arbeit am Servicestandard.

Unser Antrieb: Perfektion – eine sehr selbstbewusste Ansage. Was tut die SLS, um diesen Anspruch an sich und ihre Leistungen zu erfüllen?

Stefan Wissing: „Wir müssen performen. Und dafür muss sich die SLS ständig weiterentwickeln und moderner werden. Zu dieser Entwicklung gehört nicht nur, dass wir im Laufe der Zeit immer wieder neue Aufgaben übernommen haben und weiter übernehmen, sondern selbstverständlich auch von unseren Kunden Anregungen für neue Serviceleistungen bekommen. Dieser Prozess wird nicht aufhören.“

Thomas Dahmen: „Der Anspruch der Kunden an die SLS hat sich in den letzten Jahren erheblich geändert. Die Hersteller erwarten von uns als Ersatzteilspezialist minimale Reaktionszeiten. Heute sind sie zufrieden, wenn wir innerhalb von 24 Stunden auf ihre Anliegen reagieren, später innerhalb von 12 Stunden und schließlich in einer Stunde. Deshalb müssen wir mit unserem Remote-Service 24/7 bieten und auch den Ersatzteilservice entsprechend weiter optimieren. Das ist die Zukunft.“

Das bedeutet also, dass sich die SLS permanent neu erfinden muss. Welche Konsequenzen hat diese kontinuierliche Weiterentwicklung? Konkret: Inwiefern profitiert der SLS-Kunde davon?

Stefan Wissing: „Wir befinden uns hier mitten in einem Lernprozess: Unsere Erfahrungen mit Branchen wie der Automobilindustrie, die einen höheren Servicebedarf als die Holzindustrie haben, übertragen wir auf die Kunden der Holzbranche. Die Automobilisten sagen: Du kannst nicht innerhalb von 24 Stunden liefern? Dann bist du nicht unser Lieferant, fertig. Und wenn exzellenter Service für solche Branchen möglich ist, dann ist das auch für die Holzbranche möglich.“

Thomas Dahmen: „Voraussetzung hierfür ist eine optimale Logistik. Und dafür sind die Bedingungen in Bad Kreuznach ideal: direkte Anbindung an die Autobahn, nah am Frankfurter Flughafen. Und mit den geplanten neuen Lagerhallen an diesem Standort können wir unseren Qualitätsstandard in Sachen Service und Logistik noch einmal deutlich steigern. Wenn die SLS schnell und zu marktadäquaten Preisen liefert, können unsere Kunden künftig vielleicht sogar auf eigene Lagerhaltung verzichten.“

Welche Maßnahmen stehen darüber hinaus auf der SLS-Agenda? Auf welche neuen Serviceleistungen dürfen Ihre Kunden mittelfristig bauen?

Stefan Wissing: „Momentan sind wir dabei, die personelle Struktur der SLS auf die Zukunft auszurichten. Seit dem 1. April sind wir mit neuem Setup unterwegs, das noch mehr Drive in unseren Service bringt und uns als Partner innerhalb der Siempelkamp-Gruppe und auch für die Siempelkamp-Kunden weiter etablieren wird.“

Thomas Dahmen: „Ein wichtiger Schritt in diese Richtung war die Einführung unseres Barcode-Systems, in unserer Branche ein absolutes Unikat. Im Maschinenbau läuft es ja noch längst nicht so wie zum Beispiel bei Amazon – heute bestellt, morgen da und dazwischen kann ich den Status der Lieferung jederzeit über tracking and tracing kontrollieren. Aber genau diese Nachvollziehbarkeit der kompletten Servicekette von der Bestellung bis zur Montage ist derzeit ein großes Thema bei uns. Da müssen wir hin.“

Stefan Wissing: „Uns schwebt hier die komplette Nachverfolgbarkeit jedes einzelnen Teils vor, das wir an unsere Kunden liefern: Wo befindet es sich in Logistikkette? Ist es bestellt, ist es ausgeliefert, ist es schon verbaut? Bei der Menge an Teilen, aus denen die Maschinen und Anlagen bestehen, ist dieses System perfekt geeignet, die Übersicht über den aktuellen Stand zu behalten. Und nicht nur das. Denn mit so einem System an der Hand ist zusätzlich auch die Kontrolle des Montagevorgangs auf der Baustelle möglich. Wie ist der Fortschritt? Werden die Teile in der richtigen Reihenfolge montiert? Ist alles vollständig verbaut?“

Damit kommen wir zum Schlagwort Industrie 4.0 und der Informatisierung von Fertigungstechnik. Denn genau in diese Richtung geht diese Entwicklung ja offensichtlich?

Thomas Dahmen: „Richtig. Dazu noch einmal ein Autovergleich. Da läuft es ja heutzutage so: Motorhaube auf, Prüfstecker ran und keine zwei Minuten später ist das Ergebnis da. Genau so etwas wird es im Maschinen- und Anlagenbau in Zukunft auch geben. Irgendwann läuft dann jemand an der Presse entlang und bekommt über RFID vom Getriebe die Meldung auf sein Endgerät gesendet: Achtung, ich bin wartungsfällig. Bis es soweit ist, werden noch 5 bis 10 Jahre ins Land gehen, schätze ich. Aber wir sind mit der SLS auf einem sehr guten Weg.“

Stefan Wissing: „RFID ist zwar noch kein Thema, aber das Barcode-System als Wartungssystem ist es auf jeden Fall: Wenn der Barcode entsprechend ins Wartungsmanagement des Kunden integriert ist, bietet er optimale Kontrollfunktionen für unsere Kunden. Sie bekommen damit eine detaillierte Übersicht, welche Wartungs- oder Instandhaltungsmaßnahmen erforderlich sind. Und ich bin überzeugt, dass wir gerade aus diesem Barcode-System heraus noch viel mehr entwickeln werden.“

Thomas Dahmen: „Für einen Maschinen- und Anlagenbauer in dieser Größenordnung ist das übrigens völliges Neuland. Aber die SLS ist trotz ihrer mittlerweile über 120 Mitarbeiter noch klein und flexibel genug, um solche Entwicklungen effektiv voranzutreiben. Das unterstreicht einmal mehr unseren Anspruch ‚Driven by perfection‘.“

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01 / 2018

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